Mit Podcasts Geld verdienen

Wir Podcaster kennen das. Wir beschäftigen uns stundenlang mit Technik, quälen uns durch die verschiedensten How-To Foren und vor jeder Aufnahme sitzen wir an der Recherche zu einem Thema oder einem Gast. Der Gast muss eingeladen, der Leitfaden erstellt und die Location gecheckt werden. Nach ein bis zwei Stunden Aufnahme sitzen wir noch mindestens genau so lange vor dem Computer und schneiden die Episode, fügen die zuvor ausgewählte Musik ein und laden die Datei auf eine Plattform, auf der wir zuvor noch einen Account erstellt und einen Text geschrieben haben. Ein Logo darf auch nicht fehlen. Danach veröffentlichen wir es auf unseren Kanälen in den sozialen Netzwerken. Wenn man das auf einen Podcast mit 20 Episoden hochrechnet, kommt man sehr schnell auf 150 bis 200 Stunden Arbeit – in den allermeisten Fällen für €0,00 Verdienst.

Wir zeigen euch jetzt einige Möglichkeiten, wie ihr mit euren Inhalten Geld verdienen könnt.

Social Payment Service

STEADY – „Die Zukunft für unabhängige Medien und Kreative“, steht in großen Lettern auf der Startseite. Und wenn wir an Podcasts und an Steady denken, dann fällt uns Bianca Jankovska ein. Als „Groschenphilosophin“ ist sie auf Instagram unterwegs und die Journalistin und Medienschaffende hat schon 2019 ihren Podcast „Badass by Nature“ ausschließlich für Steady-Abonnentinnen und -Abonnenten zur Verfügung gestellt. Mit einem Steady-Account kann man Inhalte hinter einer Paywall für zahlende User zur Verfügung stellen. Das kann man zum Beispiel mit Fotos, Texten und auch für Podcasts so handhaben. 

Nicole Schöndorfer stellt den Podcast „Darf sie das“, einem Podcastwerkstatt-Original, kostenlos für alle zur Verfügung. Steady nutzt sie aber trotzdem. Ihre Fans können Nicole Schöndorfer freiwillig unterstützen. Der Podcast und ihre Inhalte auf ihren Social Media Plattformen bleiben kostenlos, jedoch kann man, wenn man möchte und man dazu in der Lage ist, ein monatliches Abo abschließen. Das beginnt bei Nicole Schöndorfer schon bei €2,00 pro Monat und hört bei €26,00 pro Monat auf. Bei ihrem Steady-Account kann man aus insgesamt sechs verschiedenen Beträgen einen auswählen. Außerdem kann man mittels Paypal.me-Link auch eine einmalige Zahlung tätigen. Alles ohne Druck und vollkommen freiwillig.

Ähnliche Plattformen: PATREON, TIPEE, DRIP, LIBERAPAY oder KO-FI

Kickstarter – Siehst du deinen Podcast als großes Projekt, das mehr als ein Aufnahmegerät und ein bis zwei Mikrofone beinhaltet? Dann lasse es über die Crowd finanzieren. Zugegeben, ohne richtiger Strategie, einer verdammt guten Story und einem Konzept, welches viele Menschen begeistert, wird es schwierig. Aber: Ali Mahlodji hat hier geschrieben, dass es schon ein Sieg ist, wenn man es überhaupt versucht hat. Nichts spricht gegen den Versuch, ein Projekt von einer Crowd finanzieren zu lassen, die vielleicht genau auf dein Medienprojekt wartet. Wichtig ist, dass so ein crowd-finanziertes Podcast-Projekt einen klar definierten Plan und ein Ziel hat. 

Mit Kickstarter kannst du außerdem einen weiteren Geschäftszweig aufbauen. User können dein Projekt mit verschieden hohen, jedoch vordefinierten Beträgen supporten. Für den finanziellen Support erhält man verschiedene Gimmicks. Dies können beispielsweise Fanartikel sein. Merchandise boomt noch immer und kann dir später als weitere Einkommensquelle dienen. 

Ähnliche Plattformen: STARTNEXT, INDIGOGO

Verlag

Die Podcastwerkstatt ist eine Art digitaler Verlag. Neben Dienstleistungen im Bereich Podcasting und Online-Kommunikation, produzieren wir auch Corporate Podcasts und Podcastwerkstatt-Originals. Wir setzen Podcast-Ideen vom Anfang bis zum Ende um und tun alles dafür, damit dieser Podcast auch funktioniert. Du hast eine Idee, dir fehlt aber die Expertise, das Equipment oder andere Ressourcen? Dann beraten wir dich gerne und wir finden gemeinsam einen Weg, wie diese Idee in einen Podcast umgewandelt wird. Du hast eine Idee? Hier entlang.

Werbung

Die neueste Umfrage von OMR, dem deutschen Podcast-Riesen, wird dafür sorgen, dass Werbetreibende das Medium „Podcast“ ein Stückchen mehr ernst nehmen als zuvor. Mit 1500 befragten Podcast-Fans kann man von einer repräsentativen Umfrage sprechen. Die größte Erkenntnis: Podcast-Hörerinnen und -Hörer sind offen für Werbung und verstehen, dass Werbung nötig ist, damit man den Podcast auch weiterhin konsumieren kann. Knapp unter 60% finden es sogar positiv, wenn in Podcasts geworben wird. Den ganzen Artikel findest du hier

Was viele nicht wissen: Es geht nicht nur um Reichweite und Download-Zahlen. Unternehmen, die in Podcasts werben, ist es bewusst, dass Podcasts sehr spezielle Zielgruppen erreichen können. Die Vermarktung übernehmen spezielle Agenturen – oder die Podcastwerkstatt. Fragen kostet nichts und fragen kannst du hier

Dieser Beitrag erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll Leserinnen und Lesern einen kleinen aber feinen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten geben. Du hast weitere Fragen zur Finanzierung deines Podcasts? Dann schreib uns ein E-Mail und wir setzen uns mit dir in Verbindung.  

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