Mit Podcasts Geld verdienen

Podcasterinnen und Podcaster kennen das: Wir beschäftigen uns stundenlang mit Technik, quälen uns durch die verschiedensten How To-Foren und vor jeder Aufnahme sitzen wir an der Recherche zu einem Thema oder einem Gast. Der Gast muss eingeladen, der Leitfaden erstellt und die Location gecheckt werden. Nach ein bis zwei Stunden Aufnahme sitzen wir noch mindestens genau so lange vor dem Computer und schneiden die Episode, fügen die zuvor ausgewählte Musik ein und laden die Datei auf eine Plattform, auf der wir zuvor noch einen Account erstellt und einen pfiffigen Beschreibungstext geschrieben haben. Ein Logo darf auch nicht fehlen. Danach veröffentlichen wir es auf unseren Kanälen in den sozialen Netzwerken. Wer sich 20 Episoden vornimmt, kann sehr schnell mit 150 bis 200 Stunden Arbeit rechnen – in den allermeisten Fällen für 0 Euro Verdienst.

Wir zeigen euch in diesem Blogpost Möglichkeiten, wie ihr mit euren auditiven Inhalten Geld verdienen könnt.

Mitgliedschaften und Paywalls

Steady: Wenn wir an Podcasts und an Steady denken, dann fällt uns Bianca Jankovska ein. Als „Groschenphilosophin“ ist sie auf Instagram unterwegs. Die Journalistin und Medienschaffende hat schon 2019 ihren Podcast „Badass by Nature“ ausschließlich für Steady-Abonnentinnen und -Abonnenten zur Verfügung gestellt. Ein Steady-Account bietet die Möglichkeit, Inhalte (Fotos, Texte, Podcasts usw.) für zahlende Userinnen und User hinter eine Paywall zu stellen.

Spenden und Crowdfunding

Wer nicht auf große Sponsoren angewiesen sein möchte, kann auf eigene Hörerinnen und Hörer setzen und eine Spendenmöglichkeit bereitstellen. Für gute Inhalte zahlt jede:r gerne ein bisschen was. Wir sprechen hier von sogenannten Microdonations (ein paar Euro im Monat), die in der Regel keinen Lebensunterhalt decken, dich als Content Producer trotzdem unterstützen, motivieren und ein Sprungbrett für weitere Finanzierungsmöglichkeiten bieten.

Es gibt mehrere Plattformen, die dir dabei helfen, einfache Spendenoptionen einzurichten: Patreon, Tipee, Drip, Liberapay oder Ko-fi.

Kickstarter: Siehst du deinen Podcast als großes Projekt, das mehr als ein Aufnahmegerät und ein bis zwei Mikrofone beinhaltet? Dann lasse es über die Crowd finanzieren. Weitere Zutaten für einen erfolgreichen Launch: eine gute Story, eine gute Kommunikations-Strategie und ein gutes Konzept, welches viele Menschen begeistert. Nichts spricht gegen den Versuch, ein Projekt von einer Crowd finanzieren zu lassen, die vielleicht genau auf dein Medienprojekt wartet. Wichtig ist, dass so ein crowd-finanziertes Podcast-Projekt einen definierten Plan und Ziel hat.

Userinnen und User können dein Projekt mit unterschiedlich hohen, jedoch vordefinierten Beträgen unterstützen. Für den finanziellen Support erhältst du verschiedene Gimmicks, wie etwa Merch-Artikel. Merchandising, also Fan-Artikel, boomt noch immer und kann dir später als weitere Einkommensquelle dienen. 

Ähnliche Plattformen sind Startnext oder Indigogo.

Werbung

Die aktuellste Umfrage von OMR sorgt dafür, dass Werbetreibende das Medium „Podcast“ sehr ernst nehmen. Die größte Erkenntnis diesbezüglich: Podcast-Hörerinnen und -Hörer sind offen für Werbung und verstehen, dass Werbung nötig ist, damit der Podcast auch weiterhin bestehen bleibt. Knapp 60 Prozent finden es sogar positiv, wenn in Podcasts geworben wird. Den ganzen Artikel findest du hier.

Native Advertising ist vielen bereits ein Begriff. Diese derzeit beliebte Art von Werbung funktioniert bei einem Podcast so: Du bekommst von deiner Werbepartnerin oder Werbepartner einen Text, den du einsprichst und in den Podcast einbaust. Die Produktion ist dadurch für beide Seiten einfach und kostengünstig.

Du kannst dich zwischen Pre Roll (Werbung am Anfang), Mid Roll (Werbung in der Mitte), Post Roll (Werbung am Ende), Spot oder Presenting Partner („Dieser Podcast wird präsentiert von…“) entscheiden. Wichtig ist, dass du hinter dem beworbenen Produkt oder Dienstleistung stehst. Andernfalls verliert dein Podcast an Authentizität. Ein Podcast mit Native Advertising ist zum Beispiel: The good Mindset.

Was viele unterschätzen: Es geht bei Podcasts mehr als nur um Reichweite und Download-Zahlen. Unternehmen, die in Podcasts werben, ist es bewusst, dass Podcasts sehr spezielle Zielgruppen erreichen können. Die Vermarktung übernehmen wir. Fragen kostet nichts und fragen kannst du hier.

Verlag

Die Podcastwerkstatt agiert unter anderem als digitaler Verlag. Neben Dienstleistungen im Bereich Podcasting und Online-Kommunikation, produzieren wir auch Corporate Podcasts und Podcastwerkstatt-Originale. Wir setzen Podcast-Ideen vom Anfang bis zum Ende um und tun alles dafür, damit dieser Podcast funktioniert.

Du hast weitere Fragen zur Finanzierung deines Podcasts? Dann schreib uns ein E-Mail und wir setzen uns mit dir in Verbindung.

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