Auf dem Weg zur Professionalisierung

In vielen Unternehmen und Organisationen mit Kommunikationsbedarf stellt sich die Frage nach der Relevanz eines eigenen Podcasts nicht mehr. Das Medium ist in vielen Fällen „angekommen“ und es hat sich etabliert. Nicht nur als für sich alleinstehendes Medium, sondern vor allem als Ergänzung zu den schon vorhandenen Kanälen.

Erinnern wir uns ein paar Jahre zurück, als noch so gut wie jedes Unternehmen eine Facebook-Seite bzw. einen vollständigen Social Media Auftritt betreiben wollte. Von „Das macht unser vorhandenes Team“, wechselte die Einstellung zur Betreuung dieser Kanäle auf „Dafür haben wir ausgebildete Leute“ oder „Wir lassen das Projekt von einer Agentur betreuen“. Es fand nach und nach eine Professionalisierung statt. Ein Social Media Account ist kein lästiges „Beiwagerl“ mehr, welches man nur deshalb betreut, weil es die anderen auch machen. Ein Social Media Account ist eine relevante Ergänzung zu den vorhandenen Kanälen geworden.

Auf den ersten Blick ist die Betreuung von Social Media Kanälen recht einfach. Ein Computer, eine Kamera, eventuell noch Bildbearbeitungsprogramme und los geht’s. Mittlerweile gibt es Schulungen, Kurse und ganze Studiengänge zum Thema Social Media. Unternehmen und Organisationen setzen ausgebildetes Personal ein, um qualitativ hochwertigen Content zu produzieren und zu veröffentlichen.

Aus einer Redakteurin oder einem Redakteur wird zusätzlich sehr oft noch eine Produzentin oder ein Produzent

Auf den ersten Blick ist die Produktion von Podcasts recht einfach. Ein Aufnahmegerät, ein Mikrofon, das vorinstallierte GarageBand von Apple und los geht’s. „Das macht unser vorhandenes Team“. Aus einer Redakteurin oder einem Redakteur wird zusätzlich sehr oft noch eine Produzentin oder ein Produzent.

„Content is King“. So nannte Bill Gates sein Essay aus dem Jahr 1996 und diese Phrase ist heute aktueller denn je. Ein Podcast wird nur dann die vorgegebenen Ziele erreichen, wenn neben der inhaltlichen Arbeit auch das gesamte Rundherum von Profis durchgeführt wird. Es geht auch um das Konzept, um die verschiedenen Möglichkeiten, das Format, die Location, die Audioqualität und um die Zeit, die so ein Projekt braucht, welche jedoch intern nicht immer zur Verfügung steht. Es wird noch eine Weile funktionieren aber irgendwann wird auch in diesem Bereich die Einstellung von „Das macht unser vorhandenes Team“ auf „Dafür haben wir ausgebildete Leute“ oder „Wir lassen das Projekt von einer Agentur betreuen“ wechseln, denn ein Podcast soll nicht produziert und veröffentlicht werden weil „die anderen“ auch einen produzieren und veröffentlichen, sondern weil er eine relevante Ergänzung der schon vorhandenen Kanäle ist.

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