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Die Arbeit als Podcast-Agentur und wie sie sich verändert hat

Händische Transkripte, kaputte Audioaufnahmen, mühsame Postproduktionen – es ist kaum zu glauben, wie viele Arbeitsbereiche uns noch vor wenigen Jahren viel Zeit und Energie gekostet haben. Durch KI-gestützte Tools, aber auch durch unsere langjährigen Learnings hat sich unsere Arbeitsweise massiv verändert und optimiert.

Equipment und Produktion

Ein Mikrofon-Set, das früher über Tausend Euro kostete und mindestens zehn Kilogramm wiegte, passt jetzt in eine kleine Handtasche. Am Markt ist bereits eine Vielzahl an kleinen Wireless Mikrofonen verfügbar, die entweder übers Handy oder direkt mit dem beiliegenden Receiver gesteuert werden können. Wireless Audio-Sets wie Røde Wireless Pro (für Aufnahmen mit 2 Personen geeignet) ist zudem so programmiert, dass die Aufzeichnungen nicht übersteuern können. Auch Hintergrundgeräusche werden stark unterdrückt.

Postproduktion

Selbst wenn auf den produzierten Audioaufnahmen noch ungewollte oder störende Hintergrundgeräusche drauf sind – es gibt nun einfach zu bedienende und gute Lösungen. KI-Tools wie Auphonic und Adobe Enhance können inzwischen jegliches Rauschen, Zischen und Summen herausfiltern, die Lautstärke jeder Person angleichen und Ähms bzw. zu lange Pausen automatisch schneiden. Wenn die Rohaufnahmen allerdings sehr schlecht sind, kann es passieren, dass diese Tools die Stimmen der Gesprächspersonen (zu sehr) verändern.

Am Ende eines KI-Vorgangs hören wir selbstverständlich alles nochmal durch, machen Nachjustierungen im Schnittprogramm, schneiden, fügen das Musikbett ein, etc.

Automatische Transkription

Es ist kaum vorstellbar, dass wir bis vor wenigen Jahren noch manche Episoden händisch transkribiert haben. Automatisierte Transkripte waren anfangs noch sehr schlecht und bei stärkerem Dialekt meist nicht verwendbar. Inzwischen stehen unzählige Transkriptionsmöglichkeiten zur Verfügung. Wir verwenden die Plattform Riverside, die in erster Linie für Online-Aufzeichnungen gedacht ist – nun bietet sie auch automatische Transkripte, Shownotes, Titelvorschläge und Social Media Snippets an.

KI-produzierte Shownotes

Sowohl in Riverside als auch auf anderen Plattformen (natürlich auch direkt in ChatGPT) lassen sich automatische Episodenbeschreibungen erstellen. Diese Texte klingen allerdings alle ähnlich. Wir verwenden sie höchstens als Vorlage und schreiben die Shownotes dann selbst.

Genau zu diesem Thema, Wie sich unsere Arbeit verändert, haben Anja Malenšek und Daniel Roßmann in unserem Podcast „wir hören uns“ Mitte Juli 2025 eine Episode aufgenommen:


Schickt uns Fragen und Anregungen an: anfrage@podcastwerkstatt.com

Und übrigens, Blogbeiträge schreiben wir noch immer selber und Umfragen lesen & interpretieren wir auch noch immer selber.


Dieser Beitrag wurde am 21.07.2025 publiziert und zuletzt am 02.03.2026 upgedatet.